Die ersten Tage in Toronto
Hey ihr,
endlich komme ich dazu, meinen ersten Blog-Eintrag zu schreiben!
Seit Donnerstag Abend bin ich nun in Toronto und schon jetzt total fasziniert von der Stadt, auf die ich gerade mal wieder von meinem Wohnheimszimmer (17. Stock) aus herunterblicken kann.
Der Flug
Schwer bepackt kam ich also am Donnerstag Vormittag am Frankfurter Flughafen an. Dass ich 3 Jacken trug, diente weniger der guten Vorbereitung auf die kanadische Kälte, vielmehr passten die einfach nicht mehr in meine Koffer.
Den Flug mit Icelandair überstand ich glücklicherweise unversehrt und kann immerhin ab sofort behaupten, schon einmal (1,5h) in Island gewesen zu sein. Cool war, dass wir anschließend Grönland überquerten, auf das ich von meinem Fensterplatz aus einen super Blick hatte.
Grönland
Obwohl ich 1 Uhr nachts deutscher Zeit in Toronto ankam, wollte es einfach noch nicht dunkel werden…
Das war der Anfang meines Jetlags! Der sorgte dafür, dass ich am Freitag Morgen um 4 Uhr aufwachte und nicht mehr pennen konnte, so dass ich wenigstens mitten in der Nacht meine Koffer ausräumen konnte.
Die WG
Ich wohne im Tartu College, einem Studentenwohnheim, das sich direkt am Campus befindet. Von außen ist das Hochhaus zwar ziemlich hässlich, aber die Zimmer sind echt in Ordnung und für ihre ca. 10 Quadratmeter gut aufgeteilt. Meins befindet sich im 17. von 18 Stockwerken, was ich super finde!
- Im zweiten Hochhaus hinter der Kirche wohne ich irgendwo.
- mein Zimmer
- Blick auf die Bloor Street
- Ein Stück vom Lake Ontario kann ich auch sehen :)
Nachdem wir in unserer 6er-WG anfangs zu drei deutschen Mädels waren (wie krass ist das denn!) sind heute glücklicherweise noch eine Irin und eine Holländerin eingezogen. Sehr ERASMUS-like also
Wir teilen uns eine große Küche mit Sofa und 3 Badezimmer. So langsam füllt sich das Wohnheim mit Leben, wobei immer mehr auffällt: Hier sind unter den International Students neben den vielen Asiaten dieses Jahr ungewöhnlich viele Deutsche!
Die Stadt
Toronto ist eine echt coole Stadt.
Einerseits ist das Großstadt-Feeling klar vorhanden, vor allem wenn man sich mitten zwischen den Wolkenkratzern Downtown in der Nähe des Lake Ontarios befindet. Was Toronto aber echt einzigartig macht, ist, dass sich wenige Meter entfernt kleine Häuschen aneinander reihen, in denen sich gemütliche Geschäfte befinden. Mitten in der Stadt gibt es verschiedenste ethnische Viertel wie Chinatown oder Little Italy.
Einfach von überall zu sehen ist der über 500 Meter hohe CN Tower, der bis vor kurzem das höchste freistehende Gebäude der Welt war.

Skyline von Toronto
Die Leute in Toronto sind unglaublich freundlich, hilfsbereit und offen. Nachdem ich ein kanadischen Bankkonto bei der Bank um die Ecke eröffnet hatte, musste ich zusehen, dass ich meinen Reisepass wieder mitnehmen durfte, da die Mitarbeiter gar nicht mehr aufhören wollten, ihn total fasziniert hin- und herzuwedeln, um ein zweites Foto bei bestimmten Lichtverhältnissen zu entdecken (von dem ich bisher auch nichts wusste).
Toronto Islands und The Beaches
Ich war schon an zwei verschiedenen Stränden. Das Wetter ist nämlich super und es ist noch richtig warm!
Mit dem Schiff bin ich zusammen mit den drei anderen Internationals Kathi, Amy und Lasse und drei Studenten, die beim International Student Center arbeiten und den Trip organisiert haben, zu den Toronto Islands gefahren. Dabei hat man eine super Sicht auf die Skyline von Toronto.

Auf den Toronto Islands: Nelson, Lasse, Kathi, Maria, Nora, Quinram
The Beaches ist ein Viertel von Toronto und liegt auf dem “Festland”. Zusammen mit Anna, Kathi und Lasse habe ich also tatsächlich meinen Plan umgesetzt und bin an meinem Geburtstag schwimmen gegangen, auch wenn uns das wegen des E. Coli-Bakteriums nicht gerade empfohlen wurde…
Einkaufen – Honest Ed’s und Eaton Centre
Wir haben hier ein echtes Unikat entdeckt: Honest Ed’s. “We are the most unique discounter in the world!” Das kann ich bestätigen. Von außen sieht dieses Kaufhaus eher aus wie eine Spielhalle oder eine blinkende Kirmesbude. Von innen wie ein 1Euro-Shop. Hier gibt es einfach alles. Und ich sehe das Blinken gerade von meinem Fenster aus.
Das Eaton Centre, eine riesige Shopping Mall, ist noch viel größer. Davor befindet sich der Yonge-Dundas Square, auf dem man nachts mit Leuchtreklame überhäuft wird.

Yonge-Dundas Square by night
Als wir am Sonntag (ein hier völlig gewöhnlicher Einkaufstag) das Eaton Centre aufsuchen wollten, wurden wir durch das Live Green Toronto Festival auf diesem Platz überrascht, im Rahmen dessen eine coole Rock-Band mit einem sehr ausgelassenem Posaunenspieler spielte.

Live Green Toronto Festival
Anschließend wurden wir im Eaton Centre mit verschiedensten Angeboten für Handyverträge überhäuft (und teilweise bedrängt!). Nach dem Abklappern der verschiedenen Anbieter hatten wir den Überblick: Dafür dass eingehende Anrufe generell nichts kosten, muss man ordentlich drauflegen, genauso wie z.B. für den “Service”, dass die Nummer des Anrufers angezeigt wird. Nett war, dass uns die Verkäufer im Nebensatz mitteilten, dass wir eine “Cancellation Fee” von 140 Dollar bezahlen müssten, um den Vertrag nach 8 Monaten kündigen zu kommen, aber das sei ja nichts, da man ja jetzt sofort ein Handy im Wert von 175 Dollar geschenkt bekomme.
(Für mich kosten jetzt aber eingehende Anrufe sowie SMS nix, ihr könnt mich also ruhig überhäufen, wenn ihr euch danach fühlt und meine Nummer herausfindet.
)
So, ich muss jetzt noch ein bisschen packen, da wir uns morgen ein Auto mieten und damit für 2 Tage Richtung Kingston und 1000 Islands aufbrechen. Davon berichte ich euch dann das nächste Mal.
Macht’s gut,
Nora




2. September 2009 um 8:28 am Uhr
Hi Nora, schön dass du’s auch überstanden hast.
Irgendwie habe ich Zweifel dran, ob Honest Ed wirklich so ehrlich ist. Schlimmer ist aber, dass du noch Zeit hast, um einen Trip zu machen, aber es sei dir vergönnt (neben mir liegt ein Buch über Riemannsche Geometrie und eins über Wellengleichungen auf riemannschen Mannigfaltigkeiten).
Machs gut,
Tobias
2. September 2009 um 11:38 am Uhr
Schön, schön. Da kann man ja glatt neidisch werden. Ich plage mich gerade mit dem Bafög Antrag rum. Ist wie jedes Jahr ne echte Tortur. Viel Spaß auf den 100 Islands!
Liebe Grüße
Felix
2. September 2009 um 2:37 pm Uhr
Hey Nori,
klingt ja alles echt geil!
halt uns weiterhin brav auf dem laufenden.
und vergiss nicht das skype in gang zu setzen, damit man sich auch mal wieder sprechen und hören kann.
dir mal weiterhin viel spaß in toronto!
greezies aus good old germany
2. September 2009 um 5:01 pm Uhr
Honest Ed ist ehrlich.