Neues aus Cloyne Court

Tobias
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Mal wieder was Neues aus dem Cloyne Court Hotel…

Blick in den Garten, mit Hippiebus.Heute mit: Pech im Glücksspiel, Déjà-Vus, Glück im Unglück und ein paar Impressionen der lokalen Kunstwerke. Und natürlich mit strahlend blauem Himmel und angenehmen 25° Celsius!

Mittlerweile bin ich im Wintersemester angekommen, heute ist der zweite Tag Uni. So viel ist noch nicht passiert, aber ich sehe schon, welche Veranstaltungen mir eher unangenehm sind und welche nicht und werde denke ich in 1-2 Wochen einen interessanten Stundenplan haben (Wen’s interessiert: Quantenmechanik ist interessant, ebenso eine Vorlesung über den Ricci-Flow. Eher uninteressant, weil mir schon bekannt, ist “Differential Manifolds”. Und dann wäre da noch eine Einführung in die partiellen DGLs, die ich schon in Bonn gehört habe, aber nochmal auffrischen werde)

Viel interessanter ist, dass ich nach einer Woche temporärem Wohnen jetzt innerhalb des Hauses in mein endgültiges Zimmer für dieses Semester umgezogen bin.

Das System, nach dem das geschieht, ist relativ kompliziert: Für das Wohnen in einem Co-Op in Berkeley bekommt man pro Semester einen Punkt, und nach dieser Punktzahl darf man sich dann ein Einzel- bis “Vierfach”-Zimmer auswählen, dazu gibts noch spezielle Regelungen für Zimmergenossen und so weiter.

Letztendlich lief es jedoch daraus hinaus, dass nachdem alle Bewohner mit irgendwelchen Punkten gewählt hatten, alle “Neulinge” (also unter anderem ich) gebeten wurden, eine Karte zu ziehen, die dann die restliche Reihenfolge festlegt.

Ratet mal, wer dabei total wenig Glück gehabt hat?

Es war jedenfalls ziemlich leer im Raum, als ich mit meinem Zimmergenossen schließlich als Vorletzter (ja, es war tatsächlich noch EINE Person schlechter dran. Mein Beileid an dieser Stelle, eine Vier zu untertrumpfen ist echt nicht so einfach) das Zimmer “wählen” durfte, was letztendlich rauslief auf “nehmen wir das viel zu kleine Zimmer neben den Mülleimern oder das, wo es von der Decke tropft?” und zusätzlich ein Dreierzimmer sein musste (sonst gab’s nichts mehr).

Wir entschieden uns schnell für das mit der tropfenden Decke, da das Getropfe wohl erstmal temporär gestoppt ist und bald behoben sein soll. Das Zimmer. Wirklich geräumig und wie ich finde ganz schick (etwas verzerrt wegen Weitwinkelobjektiv). Die abgetrennte Ecke hinten ist meine.Und, siehe da, das Zimmer ist echt schick! Relativ groß, mit einem Badezimmer direkt nebenan, das wir bei Parties abschließen müssen (Badezimmer werden auch von den Hausbewohnern geputzt, daher ist das wichtig). Das Zimmer ist ABSOLUT zentral (wir wollten eigentlich was absolut Dezentrales, also Stilles) im Erdgeschoss und wir werden also jede Party mitfeiern müssen (da man sie einfach total laut hören wird).

Aber das kann man ja einfach auch mal auf der Plus-Seite verbuchen :) Der Weg zur Küche und in den Garten ist natürlich schön kurz. Nicht so schön ist, dass die Oberlichter (Fenster) irgendwie garnicht schließbar sind. Momentan kann jeder, der draußen vorbeikommt, einfach in unser Zimmer klettern. Das freut mich als Fotohightechfreak und Notebookbesitzer natürlich enorm. Aber: wird angeblich bald repariert und die Maintenance hier ist schon echt fix.

Gestern Nacht kam dann noch der Dritte im Bunde an, ein dänischer Student, der leider jeden Tag spät Uni hat und der vielleicht von mir dann ein paar Mal zusammengefaltet werden muss (ihr kennt ja meinen Schlaf und ich bin ja nicht nur zum Spaß hier und muss früh raus).

Da ich aber eine etwas abgetrennte Ecke im Zimmer habe und hier grundsätzlich Schlafmaske und Ohropax benutze, stelle ich es mir nicht schlimm vor.

Achja: Ich hab mir auch schon einen Job ausgesucht, den ich hier im Haus machen will (wie mal vorher erwähnt, müssen wir neben der Badezimmerreinigung pro Woche 5 Stunden arbeiten), und zwar:

Intensive Kitchen Cleaning.

Das heißt im Klartext, dass ich einmal in der Woche um 19:30 mit einer Crew von Putzwilligen mit Musik (und vermutlich Bier) die Küche bis zu fünf Stunden lang auf Hochglanz bringe. Zwar gibt es regelmäßigere Küchenputzschichten, aber wir sind wirklich fürs Intensivreinigen verantwortlich (sprich: in die Ecken gehen). Klingt jetzt bestimmt schrecklich, aber ich hab irgendwie Bock drauf. Hat was von Sport, nicht? Außerdem muss man sich dann tagsüber um nichts kümmern und ist mit einer Schicht pro Woche fertig. Das find ich ganz gut. Noch hab ich die Schicht zwar nicht sicher, aber ich geh mal davon aus, dass das klappt. Momentan ist alles noch temporär und ich mache die Schicht heute abend.

Jetzt gibt’s noch etwas Bildmaterial. Hier im Haus haben die früheren Bewohner ziemlich viele Malereien hinterlassen, von denen ich einige mal abfotografiert habe. Viel Spaß damit :)

Tobias


5 Kommentare zu “Neues aus Cloyne Court”

  • zusel Says:

    “He is disrespectful to dirt!” :D I like

    Auf jeden Fall interessant zu sehen, was es offenbar doch für deutliche Unterschiede zwischen deutschen und amerikanischen Studentenwohnheimen gibt. Wünsche dir jedenfalls viel Spaß beim Küche schrubben und finde es bemerkenswert, wie du es schaffst, allem eine positive Seite abzugewinnen, but I’ll bet a million, dass dir das allenfalls beim ersten mal wirklich Spaß macht. ;-)

    Alles Gute aus Hamburg

  • Kosch Says:

    “I am the harsh nemesis of all that is unclean” und die picassoiden Werke gefallen mir am besten :D

  • Tobias Says:

    Hab’s jetzt zwei Mal gemacht und es geht immer noch. :D

  • Birgit Seeger Says:

    Lieber Tobias,
    ich bin verzweifelt auf der Suche der Telefonnummer von Andrea. Bitte kannst du sie mir schicken oder sie bitten sich bei Birgit zu melden. Ich wünsche dir eine schöne Zeit bei deinem Auslandssemester auch wenn du wahrscheinlich meinen Namen nicht mehr zuordnen kannst. Grüsse Birgit aus Frankfurt

  • Tobias Says:

    Hallo Birgit,
    ich habe Andrea die Nachricht weitergeleitet und sie hat mir beim Namen zuordnen geholfen :-)
    Viele Grüße,
    Tobias

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