Uni, Umzug und uebrige Updates

Behrend

Hallo zusammen,

 ich denke, es ist mal wieder Zeit für ein Update! Da ich mittlerweile mitten im Semester stecke und dementsprechend viel zu tun habe, hat dies eine Weile gedauert – Sorry!

Darum gibt es nun um so mehr zu berichten…

 Umzug

Wie schon angedeutet, konnte ich in meiner ersten WG (mit den beiden deutschen Jungs Steffen und Mirko) nur knapp drei Wochen bleiben. Obwohl ich mich freute, nun in eine WG zu ziehen, in der keiner mehr deutsch redet, war es doch auch schade, dass Mirko und Steffen zurück nach Deutschland fliegen mussten. Unsere gemeinsame Zeit war zwar kurz, aber wir haben doch einige coole Sachen zusammen gemacht!

Meine neue WG liegt im Stadtteil Randwick und ist nur ungefähr 15-20 Gehminuten von meiner alten WG entfernt. Die Lage hier ist eigentlich auch ziemlich gut: zur Uni laufe ich immer noch unter 15 Minuten, ich habe zig Einkaufsmöglichkeiten direkt vor Haustür, die Busverbindungen in die Stadt sind auch gut und der Strand ist nur noch 15 Gehminuten entfernt!

Der Umzug war allerdings ein Alptraum. Obwohl ich erst so kurze Zeit hier bin und bei meiner Ankunft hier ja im Prinzip alle meine Sachen auf dem Rücken getragen habe, musste ich insgesamt viermal (!!!) mit dem Bus hin und her fahren, um all meine Sachen in meine neue Wohnung zu bekommen. Dies lag daran, da ich in der Zwischenzeit einen Heater und Bettzeug gekauft hatte, Mirko und Steffen mir 1000 Sachen geschenkt hatten, die sie nicht mit nach Deutschland nehmen konnten (zB Zelt, Isomatte, Schlafsack, Bücher, Büromaterial, etc.) und ich auch noch meine ganzen Lebensmittel mit nehmen musste.

Die neue WG ist eigentlich ganz schön. Sie ist frisch renoviert und komplett neu eingerichtet, dh einerseits neue Einbauküche, neues Bad, neue Möbel aber auch andererseits, dass wirklich noch nichts an Alltagsgegenständen da war, so dass ich erst mal einige Sachen kaufen musste (Putzmittel, Geschirrhandtücher, Doseöffner, etc.). Mein Zimmer ist riesig und ich kann aus meinem Fenster das Meer durch die Bäume blau schimmern sehen! Allerdings ist die Wohnung überhaupt nicht isoliert und es gibt (wie überall hier) keine Heizung, so dass es nachts im Haus saukalt wird und ich komplett angezogen unter zwei Decken schlafe.

Mit meinen Mitbewohnern läuft es etwas schleppend bisher. Alle leben sehr zurück gezogen und verbringen viel Zeit in ihren Zimmern. Meine eine Mitbewohnerin ist erst gestern eingezogen und ich habe sie bisher noch nicht gesehen. Die andere ist dafür aber sehr nett (wenn sie mal aus ihrem Zimmer kommt): sie heißt Kuki, kommt aus Birma und ist wirklich sehr lustig. Und sie kann sehr schön Gitarre spielen :-)

  Uni

Wie gesagt, stecke ich mittlerweile schon mitten im Semester. genauer gesagt, ist schon ein Drittel der Vorlesungszeit rum – kaum zu glauben. Im Moment ist eine sehr stressige Phase: ich muss in den nächsten zwei Wochen vier Assignments abgeben, ein Exposé für ein eigenes Research-Project in Oceanography schreiben und es gibt noch einen Test. Die bisherigen Assignments liefen übrigens alle gut und meinen ersten Test (letzte Woche in PDE) habe ich auch ganz gut bestanden!

Die Kurse machen alle total viel Spaß. Vor allem „Oceanography“ und „Fluids, Oceans and Climate“ (=Fluid Dynamics) sind sehr spannend! Schade, dass man bei uns in diesen Bereichen keine Kurse belegen kann.

 Fussball

Leider habe ich es immer noch nicht geschafft, irgendwie Fußball spielen zu können. Das scheint aus verschiedenen Gründen auch ziemlich schwierig zu sein. Erstens sind hier Rugby und eine australische Varianten (AFL, Footie, Touch Football, Rugby Union, Rugby Leaque, etc) davon wesentlich populärer und zweitens gibt es hier keinen Hochschulsport, bei dem man sich einfach trifft um zu kicken. Alles ist hier sehr auf Wettkampf ausgelegt, d.h. es gibt nur feste Teams, mit denen man dann auch gleich Spiele und Turniere und so was hat. Ist ja eigentlich nicht schlecht, jedoch geht die Saison hier von Februar bis August und die Teams pausieren anscheinend den ganzen Sommer, also von September – Januar. Versuche derzeit, in ein Kleinfeld-Team reinzukommen, die wohl auch im Sommer trainieren. Mal sehen, ob das was gibt.

 Besuch in Orange

Letztes Wochenende war ich das erste Mal bei Gesine. Sie macht ja hier ein Praktikum in Orange, einer Stadt ca. 200km westlich von Sydney. Leider ist das weiter weg, als es sich anhört, da es pro Tag nur einen Zug (5 Stunden Fahrt) und einen Bus (4 Stunden Fahrt) gibt.

Orange ist so richtig schön ländlich und drum herum ist erst mal nichts außer Natur. Gesine selber wohnt etwas außerhalb in einem Schwesternwohnheim auf dem Klinikgelände der Psychiatrie. Das beste daran ist, dass sich auf dem Gelände eine Känguruh-Familie „angesiedelt“ hat, so dass ich an diesem Wochenende meine ersten wilden Känguruhs gesehen habe! Am Samstag haben wir zusammen mit Rory und Anna (einem Pärchen aus Newcastle, das auch in dem Wohnheim wohnt) die Gegend um Orange erkundet und am Nachmittag eine ausgiebige Weintour gemacht. Wir haben uns für mehrere Stunden ein Taxi (plus Fahrer natürlich!) gemietet und wurden von einem Weinberg zum nächsten gefahren. Auf jedem Weingut gab es eine gratis Weinprobe, die wir natürlich nicht ausgelassen haben.

 So, mehr zur Weinprobe und Orange beim nächsten Mal, dann gibt’s auch Fotos dazu!


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