Ankunft in Sydney

Behrend
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Hallo zusammen!

Endlich komme ich mal dazu, etwas zu schreiben. Kaum zu glauben, dass ich jetzt schon seit zwei Wochen nicht mehr in Deutschland bin. Aber immer der Reihenfolge nach.

Flug mit Aufenthalt in Hongkong

Vor zwei Wochen ging es für Gesine und mich los – schwer bepackt, wie man den Fotos entnehmen kann. Nach der ersten schlaflosen Nacht im Flugzeug hatten wir von 6.45Uhr morgens bis 23.45Uhr abends Aufenthalt in Hongkong bzw. im Flughafen von Hongkong.

Völlig übermüdet nahmen wir an einer mehrstündigen Stadtrundfahrt teil, die uns trotz der unglaublichen Schwüle sehr beeindruckt hat. Hongkong scheint einfach nur aus Hochhäusern (> 50 Stockwerke) oder anderen riesigen Bauwerken (zB Brücken) zu bestehen. Traditionelle Bauwerke haben wir überhaupt keine gesehen – mit Ausnahme von einem Tempel, in dem ca. 1Million Räucherkerzen abgefackelt wurden (siehe Foto). Die restliche Zeit (ca 8 Stunden) haben wir auf einem Sofa vor einem DutyFreeShop im Flughafen abgehangen (Foto).

Ankunft in Sydney

Nach unserem zweiten Nachtflug, der aufgrund von durchgängigen Turbulenzen auch wieder fast schlaflos verlief, kamen wir morgens in Sydney an. Obwohl ich seit nun fast 40 Stunden nicht geschlafen hatte, blieb mir nur kurz Zeit, meine Sachen in meine WG zu bringen und mich zu duschen (YEAH!), bevor ich schon zum Orientation Day in die Uni musste. Dort wurde einem erklärt, dass man nachts nicht alleine auf dem Campus rumlaufen darf, mit vollem Bauch nicht schwimmen gehen soll und seinen flatmates nicht das Essen wegessen darf (ich bin zweimal eingeschlafen). Anschließend gab es dann „Free Aussie BBQ“ im „Roundhouse“, der Campus-Kneipe. Jedoch verabschiedete ich mich schon nach zwei „Tooheys“ ins Bett (18Uhr) – Gesine und ich schliefen diese Nacht 16 Stunden durch. Insgesamt machte uns der Jet Lag noch mehrere Tage zu schaffen.

Sydney Sight Seeing

In den ersten Tagen machten Gesine und ich dann erst mal das Standard-Touri-Programm mit Opern-Besichtigung, Hafentour, Koalapark und Surfer gucken am Strand. Die Stadt ist echt total toll. Es gibt die Skyline und davor und dazwischen noch ein paar echt alte Gebäude. Insgesamt ist die Bebauung in der gesamten Stadt mit Ausnahme des CBD aber sehr flach, so dass man quasi überall in der Stadt aus dem 6. Stock schon über ganz Sydney gucken kann. Am Hafen stehen dann ein paar Wolkenkratzer, daneben aber dann direkt das ursprüngliche Hafenviertel „The Rocks“ und auf der anderen Seite die Oper und ein riesiger botanischer Garten. Mich hat aber vor allem die Küste beeindruckt. Zum Teil hat man steile Klippen und Naturschutzgebiete, ein paar Kilometer weiter dann wieder tolle Sandstrände mit türkisfarbenem Wasser. Alle Strände sind Badestrände, jedoch ist der größte Teil den Surfern vorbehalten. Aus gutem Grund, denn hier surfen wirklich alle: Männer und Frauen, Jugendliche oder Ü40er. Obwohl hier gerade tiefster Winter ist, ist das Wetter hervorragend. Tagsüber sind es immer zwischen 15 und 23Grad, so dass die Strände am Wochenende auch jetzt schon gut besucht sind! Bin mal gespannt, wie das dann erst im Sommer wird…

WG und Uni

Meine WG und meine Uni (University of New South Wales = UNSW) liegen in den Eastern Suburbs (Kensington bzw. Randwick), das heißt ca. 20Minuten mit dem Bus vom CBD (= Central Business District ) und dem Hafen entfernt und relativ nah an Sydneys besten Badestränden (Bondi, Coogee, Maroubra). Zur Zeit wohne ich noch übergangsmäßig in einer WG mit zwei Deutschen (StuStis…). Am Wochenende ziehe ich dann in eine andere WG, die ich dann mit einem Chinesen, einem Mädel aus Birma und einem „Aussie-Girl“ teile. Dann sind es nur noch 10Minuten zu Fuß zum Strand…:-)

Die Uni begann für mich ja relativ direkt. Die UNSW ist eine Campus-Uni, wie man sie aus amerikanischen Filmen kennt. Da hier 40.000 Stundenten studieren und zT auch auf dem Campus wohnen, ist das Gelände riesig. Auf dem Campus gibt es quasi alles, von Imbissbuden (hier gibt es leider keine Mensa) über Sportanlagen bis hin zu Reisebüros, Banken, Buchläden, etc. Ich glaube, es wird noch einige Zeit dauern, bis ich ohne Plan zurecht komme…

Die Auflagen des Studentenvisum verlangen, dass ich mich in vier Kurse einschreibe, also habe ich „Fluid Dynamics“, „Math. Methods for PDE“, “Kryptography” und “Physical Oceanography” gewählt. Obwohl noch nichtmal zwei Wochen rum sind, glaube ich, dass ich eine sehr gute Wahl getroffen habe. Der Stundenplan entspricht ungefähr dem Deutschen (1 Kurs = 4hVorlesung, 2h Tutorial bzw. ComputerLab), jedoch unterscheidet sich der Stil vor allem der Mathevorlesungen doch deutlich von dem in Deutschland. In den Vorlesungen werden sehr viele Beispiele gerechnet und wenig bewiesen. Trotzdem ist der Stoff sehr interessant und auch nicht immer einfach. Die Übungsblätter bestehen aus ca 10 Aufgaben, die man eigentlich gar nicht alle in einer Woche schaffen kann. In der Übung bekommt man dann einige der Aufgaben (vom Professor!) vorgerechnet. Anders ist auch, dass es doch relativ häufig Tests oder sogenannte Assignments gibt. Letztere sind Übungsblätter, die man alleine abgibt und die mit in die Endnote einfließen. In einem Kurs habe ich 10 Assignments im Semester! Und in allen Fächern gibt’s dann noch ein dickes „Final Exam“, d.h. 3h Klausur. (Kann mich nicht erinnern, wann ich in Deutschland meine letzte Klausur geschrieben habe…)

So, ich hoffe, ich konnte einen ersten Eindruck vermitteln. Meine Kontaktdaten sind übrigens

mail: behrend.heeren[at]student.unsw.edu.au (oder halt behrend.heeren[at]gmx.de)

Tel: 02845 3996 906 (Skype-Nummer), 0061 404 591 526 (Handy)

Skype: „behrendec“ (NICHT „behrend.heeren“, das ist mein Vater :-) )

Adresse:          Behrend Heeren

Unit 1

Avoca Street 173

2031 Randwick, NSW

Australia

Freue mich über Emails, Anrufe oder Post! Liebe Grüße aus Oz!


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